Welche Ursachen haben Potenzstörungen?

Bei Potenzstörungen kommen psychische und körperliche Probleme gleichermaßen in Frage. In den meisten Fällen sind die Ursachen körperlicher Natur, was jedoch durch psychische Leiden verstärkt werden kann. Heutzutage geht man davon aus, dass rein psychisch bedingte Potenzstörungen sehr selten, aber dennoch vorhanden sind. Im Schnitt überwiegen bei jüngeren Männern psychische Probleme, während mit steigendem Alter die körperlichen Ursachen an Bedeutung gewinnen.
Als psychische Ursachen kommen vor allem sexueller Leidensdruck oder Konflikte mit der Rolle als Mann in Frage. Die Angst, im Bett zu versagen, kann schnell zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Schwierigkeiten beim Führen einer eigenen Firma, finanzielle Sorgen, ein kürzlich verlorener Job oder auch die Angst vor einer Kündigung lassen einige Männer so sehr an ihrer Männlichkeit zweifeln, dass sich das bis ins Schlafzimmer auswirkt. Traumatische Erlebnisse wie der Tod einer langjährigen Partnerin oder eine besonders unschöne Trennung sind auch mögliche Gründe für Potenzstörungen. Das gilt besonders, wenn der Mann sich auf eine neue Beziehung einlässt, ohne das Ende seiner vorherigen verarbeitet zu haben. In einigen Fällen sind die Potenzstörungen Teil eines Komplexes, den ein Mann nur in Anwesenheit einer bestimmten Person verspürt. Selbstbefriedigung oder der Sex mit einer anderen Person wäre, rein theoretisch, problemlos möglich.

Doch das sind nur die häufigsten Gründe. Generell kann jedes psychische Problem, seien es Ängste oder Schuldgefühle, die Erektionsfähigkeit eines Mannes blockieren. Bekommt ein Mann regelmäßig nächtliche Erektionen oder hat keine Schwierigkeiten bei der Selbstbefriedigung, können organische Ursachen ausgeschlossen werden. Allerdings sind die psychischen Blockaden mitunter so stark, dass sogar Selbstbefriedigung unmöglich sein kann.

Die körperlichen Ursachen sind vielfältig. Meistens handelt es sich um Beschwerden, die bei gesunden Männern erst in späteren Lebensjahren auftreten, wie die zunehmende Verkalkung von Arterien. Potenzstörungen können schwere, zum Teil möglicherweise tödliche Krankheiten ankündigen – noch ein Grund mehr, warum sie unbedingt ernst genommen werden sollten. Manchmal ist die erektile Dysfunktion eine Folge von verstopften oder verengten Blutgefäßen, die einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt nach sich ziehen können.

Relativ oft sind Verletzungen an den Schwellkörpern die Verursacher des Problems. Schon kleine, kaum erkennbare Lecks reichen aus, um das Blut vorschnell abfließen zu lassen. Eine Beschädigung des Rückenmarks ist auch eine mögliche Ursache von Potenzstörungen. Bestimmte Medikamente hemmen die Erektionsfähigkeit ebenfalls. Das trifft besonders auf Antidepressiva, Antiandrogene und Betablocker zu. Der Mangel an Testosteron oder andere Hormonstörungen kommen eher selten vor, sollten im Zweifelsfall aber ärztlich überprüft werden. Was auf keinen Fall unterschätzt werden darf, ist Stress und Überarbeitung. Auch ein normalerweise psychisch stabiler Mann kann Potenzstörungen bekommen, wenn er beruflich oder privat zu stark eingebunden ist und keine Zeit für Erholung findet.

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