Diagnoseverfahren

Im Gespräch mit dem Patienten wird der Arzt zuerst eine Anamnese erstellen. Er wird abklären, wie genau sich die sexuellen Probleme darstellen und wie lange sie schon bestehen. Ganz wichtig ist es, herauszufinden, ob psychische Faktoren eine maßgebliche Rolle spielen. Auch Vorerkrankungen müssen abgefragt werden und es ist zu ermitteln, welche Medikamente genommen wurden und werden.

Untersuchungen mittels Ultraschall können organische Veränderungen aufdecken, die entweder krankheitsbedingt sind oder von Verletzungen herrühren. Eine Blutprobe wird die hormonelle Struktur des Blutes offen legen. Eine wichtige und effektive diagnostische Maßnahme ist die so genannte MPTR-Messung, die nächtliche Erektionen aufzeichnet. Ein gesunder Mensch bekommt solche bis zu 6 mal in einer Nacht bei einer Dauer von 10 Minuten mindestens. Sind diese beim Patienten vorhanden, wird es sich nicht um eine organische Störung handeln und es muss vertiefend nach psychischen Gründen gesucht werden. Eine weitere Form der Untersuchung ist die Gabe erektionsauslösender Medikament (SKIT). Hält sich die Erektion bis zu 15 Minuten, können auch Durchblutungsstörungen mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgenommen werden. Mit den Methoden der PSH und der CC-EMG können Muskel-und Nervenaktivitäten gemessen werden. Das bedeutet, mit dem Ausschließen von muskulären und nervösen Leiden kann der Kreis der möglichen Ursachen für die Erektile Dysfunktion weiter eingegrenzt werden.

Sollte die SKIT ein verdächtiges Ergebnis gebracht haben, also Durchblutungsstörungen anzunehmen sind, muss sondiert werden, ob diese auf arterieller oder venöser Ebene zu suchen sind. Dafür werden die Diagnoseverfahren PPAG bzw. PKMG herangezogen. PPAG bedeutet, dass die Arterien im Schwellkörper durch ein Kontrastmittel im Röntgengerät dargestellt werden können. Das PKMG ist in der Lage, eine venöse Abflusstörung des Blutes einzugrenzen oder auszuschließen.

Nach all diesen Untersuchungen wird der Arzt in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle eine stichhaltige Diagnose stellen können und geeignete therapeutische Maßnahmen einleiten.

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